Darstellung einer Wurstplatte

Im Jahr 2014 wurden wir zum demeter-Produkt des Jahres, deutschlandweit, bei der Bio-Fach nomminiert.

Im darauffolgenden Jahr 2015 wurden wir auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit unserer Edelrindersalami in Naturreife bei Bayerns besten Bio-Produkten mit den 2. Platz vom bayerischen Landwirtschaftsminister
Herrn Helmut Brunner ausgezeichnet.

Artikel im OberpfalzECHO
Einzelkämpfer für ganzheitliche Lebensweise
Hubert Ram erzeugt nachhaltig Premiumfleisch

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Bild OTV zu Besuch auf der Schneinderhof-Weide

Herr Meier (Landrat Neustadt an der Waldnaab), Dr. Kiener (Leiter Landwirtschaftsamt) und Herr Ulmer (Landesvereinigung für ökologischen Landbau) besuchen Demeter Bauer Hubert Ram auf seiner Weide.

Theisseil. „Das ist sozusagen Fleisch, das auch ein Vegetarier guten Gewissens essen könnte.“ Landrat Andreas Meier bringt es beim Besuch auf der Weide von Demeter-Landwirt Hubert Ram auf den Punkt. Ganzheitlichkeit hat bei ihm oberste Priorität und das schmeckt man.
Von Benedikt Grimm
Acht Deutsche Angus Rindern streifen gemütlich im Rudel über die neun Tagwerk große Weide bei Edeldorf. In der Landwirtschaft spricht man von Großvieheinheiten (GV) je Hektar. Ram hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Wert von 0,3 GV auf seinen Weiden zu erreichen. Jedes Rind hätte dann also drei Hektar Platz zum Grasen. Damit könnte er sein Ziel einer Ganzjahresweide, die genug Futter für ein ganzes Jahr hergibt, erreichen.
Schon jetzt hat jedes Rind mehr als einen Hektar Weidefläche. Das ist deutlich über dem deutschen Durchschnitt. Das merke man den Tieren an. „Diese Ruhe, wie die auf einen übergeht. Man wird entschleunigt“, schwärmt Ram. Auch von Spaziergängern werde er immer auf die Tiere angesprochen, die einen so entspannten Eindruck machen würden.

„Wir brauchen eine Wertediskussion“, meint Harald Ulmer, Geschäftsführer der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ). Die Denke der Verbraucher müsse mehr in die Richtung gehen „ich gönne mir diesen Genuss dreimal in der Woche, aber es muss nicht täglich und möglichst billig sein.“ Das ist ganz im Sinne von Hubert Ram. „Es ist ein Genussmittel. Das war es ja früher auch. Wenn ich an meine Oma denke, da hat es halt am Sonntag ein Stück Fleisch gegeben“, sagt der Biolandwirt, der den Schneinderhof zwischen Vohenstrauß und Weiden bewirtschaftet.

Premiumartikel für die Verbraucher
LVÖ-Geschäftsführer Ulmer meint eine allgemeine Fehlentwicklung zu erkennen. Die Selbstversorgung mit Fleisch in Bayern liege bei 300 Prozent. Soweit will Dr. Siegfried Kiener, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nicht gehen. In Italien liege die Weinversorgung vielleicht bei 500 Prozent. Grenzüberschreitender Handel ist in einer arbeitsteiligen Wirtschaft eben nicht wegzudenken. Aber auch Dr. Kiener erkennt ein wachsendes Bedürfnis der Verbraucher für nachhaltige Lebensmittel. „Wir stellen fest, dass der Verbraucher das Interesse hat zu wissen, woher die Nahrungsmittel kommen. Wir müssen unseren Verbrauchern heute diese Premiumartikel liefern“, betont Dr. Kiener. Und Landwirt Ram habe eine Fleischqualität entwickelt, die man suchen müsse.

Einzelkämpfer mit Expansionsplänen
„Fühlen Sie sich etwas als Kämpfer gegen Windmühlen?“, will Landrat Meier von Ram wissen. Als Kämpfer nicht. „Druck erzeugt immer Gegendruck“, sagt Ram. Der freie Wille müsse entscheiden. Aber wenn man bei dem Wort Kampf bleiben möchte, so sehe er sich schon als Einzelkämpfer. Und als solcher hat er noch einige Pläne. Im November will Familie Ram einen Hofladen auf dem Schneinderhof eröffnen. Außerdem ist er auf der Suche nach weiteren Pachtflächen für Weiden, aber auch für Biogetreide wie Dinkel und Emmer. Dabei kommen für ihn durchaus auch etwas weiter entfernt liegende Flächen, etwa im östlichen Landkreis Amberg-Sulzbach im nördlichen Kreis Schwandorf oder in Tirschenreuth in Frage. Der Vorteil für die Grundeigentümer liege auf der Hand: Keine Spritzmittel und kein Kunstdünger. Bei seinen Expansionsplänen hofft Ram auch auf die Unterstützung von Behörden und öffentlichen Stellen, die Grundeigentümer sind.